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Beim tödlichen Unfall des österreichischen Politikers Jörg Haider deutet nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft alles auf überhöhte Geschwindigkeit als Unfallursache hin. Haider fuhr nach Angaben der Staatsanwaltschaft bei seinem Unfall in der Nacht zum Samstag 142 Kilometer pro Stunde. Damit sei er mehr als doppelt so schnell wie erlaubt gewesen, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, Gottfried Kranz. An der Unfallstelle sind nur 70 Stundenkilometer erlaubt, knapp 100 Meter später ist Tempo 50 vorgeschrieben.
"Jegliche Spekulationen über andere Ursachen für den Unfall sind damit hinfällig", sagte Kranz. Die technische Untersuchung des Wracks ergab laut einer Meldung der Nachrichtenagentur APA, dass Haiders Dienstwagen - ein drei Monate alter VW Phaeton - völlig in Ordnung war.
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Dem vorläufigen Obduktionsbericht erlitt Haider mehrere schwere Verletzungen am Kopf und der Brust, von denen jede einzelne der Staatsanwaltschaft zufolge tödlich gewesen sei. Obwohl Haider angeschnallt gewesen sei, habe er keine Überlebenschance gehabt.
Der Landeshauptmann von Kärnten hatte am Stadtrand von Klagenfurt einen anderen Wagen überholt, als sein VW Phaeton von der Straße abkam, einen Betonpfosten und einen Hydranten traf und sich mehrmals überschlug. Die Limousine wurde praktisch völlig zerstört, zwei Türen waren herausgerissen.
Haider war allein unterwegs auf dem Weg zu seinem Anwesen im Kärntner Bärental, wo die Familie den 90. Geburtstag von Haiders Mutter feiern wollte.
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Der Rechtspopulist Haider war jahrelang einer der populärsten, aber auch umstrittensten Politiker des Landes. Zunächst führte er die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) an, später deren Abspaltung "Bündnis Zukunft Österreich".
[Bildunterschrift: Stefan Petzner - hier links bei einer Pressekonferenz zum Tod Haiders - ist neuer BZÖ-Chef. ]
Zu Haiders Nachfolger als Parteichef bestimmte der BZÖ-Vorstand Haiders bisherigen Stellvertreter und politischen Ziehsohn, den 27-jährigen BZÖ-Generalsekretär Stefan Petzner. Petzner hatte dem ORF gesagt, Haider sei sein "Lebensmensch" gewesen und dessen Tod für ihn schlimmer als der seiner eigenen Mutter.
Zu seiner neuen Aufgabe sagte Petzner laut ORF: "Es sind sehr große Schuhe, aber ich werde gehen, nicht fallen." Ziel für die nächste Zeit sei es, ein neues Regierungsbündnis aus Österreichischer Volkspartei (ÖVP) und Sozialdemokratischer Partei Österreichs (SPÖ) in Wien zu verhindern. Bei der Parlamentswahl am 28. September hatte die BZÖ ihren Stimmenanteil fast verdreifacht, während die Regierungsparteien ÖVP und SPÖ schwere Verluste erlitten.