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Ein iranischer Angestellter der britischen Botschaft in Teheran ist nach Angaben seines Anwalts angeklagt worden. Ihm würden "Handlungen gegen die nationale Sicherheit" vorgeworfen. Dieses gilt im Iran als ein schwerwiegender Tatbestand. Sein Mandant werde im berüchtigten Gefängnis Ewin festgehalten und voraussichtlich bald vor Gericht gestellt, erklärte Anwalt Abdolsamad Chorramschi.
Bei dem inhaftierten Mitarbeiter handelt es sich nach Angaben des Anwalts um den leitenden Politikexperten der Botschaft, Hossein Rassam. Chorramschi erklärte, er habe seinen Mandanten bislang nicht persönlich treffen dürfen. Auch die Anklageschrift habe er noch nicht einsehen können.
[Bildunterschrift: Achmed Dschanati kündigte die Anklageerhebung während des Freitagsgebets an. ]
Gestern hatte der Vorsitzende des Wächterrats, Dschanati, während des Freitagsgebets erklärt, dass die beiden Mitarbeiter vor Gericht gestellt werden sollen. Nach den Protesten im Zuge der umstrittenen Präsidentenwahl hatte die iranische Justiz Ende Juni neun lokale Mitarbeiter der britischen Botschaft festgenommen, darunter die noch in Gewahrsam befindlichen iranischen Staatsbürger.
[Bildunterschrift: Schwedens Regierungschef Reinfeldt sieht "entscheidende Bedeutung" in einer gemeinsamen Position der EU. ]
Die britische Regierung zeigte sich besorgt und verurteilte die Festnahmen als "inakzeptable, beispiellose Schikane und Einschüchterung". Aus Protest gegen die Anklage der beiden Mitarbeiter der britischen Botschaft in Teheran hatten gestern alle 27 EU-Mitgliedsstaaten die jeweiligen iranischen Botschafter einbestellt.
Im Iran war es nach der Bekanntgabe des Ergebnisses der Präsidentenwahl zu Massenprotesten gegen Wahlsieger Ahmadinedschad gekommen. Die Opposition wirft ihm Manipulation und Wahlbetrug vor. Kundgebungen und Demonstrationen wurden von iranischen Sicherheitskräften gewaltsam niedergeschlagen.
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