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Der Weltsicherheitsrat hat verschärfte Sanktionen gegen Nordkorea verhängt. Resolution 1874 wurde einstimmig von allen 15 Mitgliedsstaaten verabschiedet. Sie fordert unter anderem, dass Nordkorea alle Atomwaffen und existierenden Nuklearprogramme "vollständig, nachweisbar und unwiderruflich aufgibt". Alle Länder werden dazu aufgerufen, Fracht nach und aus Nordkorea zu inspizieren, wenn der Verdacht vorliegt, dass darin verbotenes Material enthalten ist.
Die Resolution 1874 soll das kommunistische Regime in Pjöngjang nach seinem zweiten Atomtest am 25. Mai mit einschneidenden Maßnahmen in den Bereichen Militär, Finanzen und Handel treffen. Auch China, der engste Verbündete Nordkoreas, hat sich mit den Sanktionen einverstanden erklärt.
[Bildunterschrift: Von Sanktionen bislang wenig beeindruckt: Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il. ]
Bisherige UN-Resolutionen haben das abgeschottete Regime allerdings nicht von seinem Kurs abgebracht. Anfang der Woche erklärte die Regierung in Pjöngjang, neue Sanktionen würden als Kriegserklärung aufgefasst. Man werde bei einer Provokation mit einer "gnadenlosen Offensive" antworten und auch Atomwaffen einsetzen.
Ausgearbeitet worden war der Resolutionsentwurf in zweiwöchigen Verhandlungen von den fünf ständigen Ratsmitgliedern - USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich - sowie von Südkorea und Japan.
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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte die Resolution des Weltsicherheitsrates nachdrücklich. "Mit ihrem einmütigen Votum und der Einigung auf glaubhafte Maßnahmen haben die Mitglieder des Rates eine klare und scharfe Botschaft an Nordkorea verfasst", hieß es in einer von seiner Sprecherin verbreiteten Erklärung. Ban ermahnte alle betroffenen Parteien, keine neuen Spannungen aufkommen zu lassen und sich um die Fortsetzungen friedlicher Gespräche zu bemühen.
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