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14.03.2010

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Ausland
Alaskas Gouverneurin Palin legt Amt nieder
Überraschender Rücktritt in Alaska

Sarah Palin gibt Gouverneursamt ab

Überraschender Rückzug von Sarah Palin: Die republikanische Vizepräsidentschafts-Kandidatin bei den US-Wahlen im vergangenen November tritt als Gouverneurin des US-Bundesstaates Alaska zurück. Gründe dafür nannte sie nicht. Nun wird spekuliert, ob sie sich auf eine Kandidatur bei den Präsidentenwahlen 2012 vorbereitet.

Von Ralf Sina, WDR-Hörfunkstudio Washington

Das Leben sei zu kurz für falsche Kompromisse, teilte Sarah Palin ganz grundsätzlich den Reportern mit. Dann holte die Gouverneurin tief Luft und kam zum entscheidenden Punkt: Sie habe nicht vor, noch einmal als Gouverneurin für Alaska zu kandidieren.

Sie werde deshalb bereits in diesem Monat, mitten während ihrer laufenden Amtszeit, zurücktreten. Denn mit ihrer Ankündigung, nicht erneut anzutreten, sei sie auf diesem Posten automatisch ein politisches Auslaufmodell, eine sogenannte "lahme Ente." Und für eine solche Existenz sei das Leben eben zu kurz. Auch wenn viele Politiker keine Skrupel hätten, als so genannte "lahme Ente" üppige Gehälter zu kassieren.  

Genau mit dieser falschen Praxis wolle sie aufräumen, kündigte Palin an. Schließlich repräsentiere sie einen neuen Politikstil. Und sie wolle nicht, dass Alaska unter den klassischen politischen Machenschaften leide.  

Bewerbung in Richtung Washington?

Sarah Palin (Foto: AP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Sarah Palin legt ihr Amt nieder - und könnte jetzt ihre eigene Präsidentschaftskandidatur vorbereiten. ]

Spätestens in diesem Moment klang Palins Rücktrittsankündigung in Alaska wie eine ambitionierte Bewerbung Richtung Washington. Im Stil einer republikanischen Präsidentschaftsbewerberin kündigte Palin an, sie werde für das patriotische Amerika kämpfen. Innerhalb und außerhalb Alaskas. Nur eben nicht mehr als Gouverneurin von Alaska.

Palin fühlt sich unfair behandelt

Warum nicht, darauf blieb Palin eine schlüssige Antwort schuldig. Nachfragen von Journalisten ließ sie nicht zu. Mehr Zeit für ihre Familie will sie haben. Und für ihren jüngsten Sohn, der im vergangen Jahr mit einem Down-Syndrom zur Welt kam. Palin beklagte sich während der Pressekonferenz außerdem über die angeblich unfaire Behandlung durch die Obama-freundliche Presse. Und einflussreiche Republikaner geben ihr immer noch die entscheidende Schuld an der Wahlniederlage von John McCain. Doch Palin weiß, dass sie an der Parteibasis überaus beliebt ist. Nicht nur in Alaska.        

Warum also tritt Palin zurück? fragt der US-Nachrichtensender CNN. Und: Was bedeutet dieser Rücktritt für die Präsidentschaftswahlen 2012? Eines bedeutet Palins Rücktrittankündigung mit Sicherheit nicht: den Abschied von der Politik - im Gegenteil. Das Leben ist der Gouverneurin von Alaska einfach zu kurz - für falsche Kompromisse.

Stand: 04.07.2009 04:48 Uhr

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