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21.05.2012

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CCC trennt sich doch nicht von Domscheit-Berg
Umstrittene Entscheidung zurückgezogen

CCC trennt sich doch nicht von Domscheit-Berg

Daniel Domscheit-Berg (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Domscheit-Berg darf CCC-Mitglied bleiben. ]
Der Chaos Computer Club trennt sich doch nicht wie ursprünglich beschlossen von dem einstigen WikiLeaks-Aktivisten Daniel Domscheit-Berg. Nach intensiver Aussprache sei der umstrittene Vorstandsbeschluss, wonach Domscheit-Berg ausgeschlossen werden sollte, rückgängig gemacht worden, teilte der CCC mit.

Der Konflikt zwischen dem CCC und Domscheit-Berg war eskaliert, nachdem Domscheit-Berg auf einem Treffen des CCC seine Enthüllungs-Plattform OpenLeaks präsentierte. Die Hackervereinigung hatte ihm daraufhin vorgeworfen, er habe den Eindruck erweckt, enger mit dem Club zusammengearbeitet, als dies tatsächlich der Fall gewesen sei. Zudem hieß es in der Ausschlussentscheidung, OpenLeaks sei intransparent. Der CCC könne nicht beurteilen, ob potenzielle Whistleblower, die sich OpenLeaks anvertrauten, nachhaltig geschützt werden könnten. Damit habe er den guten Ruf des CCC aufs Spiel gesetzt.

OpenLeaks bietet eine Plattform, auf denen brisante und geheime Informationen, etwa wie interne Regierungsmitteilungen, veröffentlicht werden können. Das im August 2011 gestartete Alternativprojekt will die Veröffentlichungen der eingereichten Dokumente allein seinen angeschlossenen Partnern überlassen. OpenLeaks werde dafür allein die technische Plattform für den Empfang und die Weiterleitung der Dateien von Informanten bieten, teilte Domscheit-Berg kurz vor dem Start mit.

Differenzen auch wegen WikiLeaks-Ausstieg

Der CCC und Domscheit-Berg hatten bereits zuvor Differenzen darüber, wie Domscheit-Berg mit brisanten Dokumenten umging und schließlich mit WikiLeaks brach. Domscheit-Berg war Sprecher der Enthüllungsplattform, verließ das Projekt aber im vergangenen Jahr nach Streitigkeiten mit dessen Gründer Julian Assange.

Stand: 06.02.2012 14:50 Uhr
 

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