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[Bildunterschrift: Der Präsident des Bankenverbandes, Müller, sieht einen "Wendepunkt" in der Finanzkrise erreicht. ]
Die Geschäftsbanken in Deutschland erwarten angesichts der staatlichen Hilfsprogramme für die angeschlagene Finanzbranche eine Beruhigung der Märkte. Er sei zuversichtlich, dass der Aktionsplan der sieben führenden Industrieländer (G7) und die daraus folgenden konkreten Maßnahmen ein "Wendepunkt im Kampf gegen die Finanzkrise" sein könnten", sagte der Präsident des Bankenverbandes BdB, Klaus-Peter Müller, am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds IWF in Washington.
Dieses Wochenende habe die Branche einer Lösung der Krise näher gebracht, auch wenn noch manche Entscheidung anstehe. So arbeitet die Bundesregierung derzeit mit Hochdruck an einem milliardenschweren Hilfspaket für die Banken. "Wenn schnell und entschlossen gehandelt wird, besteht die Chance, dass die realwirtschaftlichen Auswirkungen begrenzt bleiben und auch die Finanzmärkte wieder Boden unter die Füße bekommen", so Müller, der auch Aufsichtsratschef der Commerzbank ist. "Deshalb bin ich überzeugt: Diese Krise ist beherrschbar."
Der Bankenverband begrüßte ausdrücklich die Bemühungen der Bundesregierung, den Banken den Zugang zu den ausgetrockneten Geldmärkten zu erleichtern und ihre Kapitalbasis zu stärken. "Es ist vordringlich, dass alles getan wird, um die Abwärtsspirale zu stoppen", sagte Müller. Allerding dürfe das Rettungspaket laut Müller "nur vorübergehende" und keine dauerhaften Kapitalmaßnahmen enthalten. In dem Zusammenhang warnte er vor einer übermäßigen Verschärfung der staatlichen Regulierung.
Müller bekräftigte, dass Änderungen der Bilanzregeln nötig seien, um die Abschreibungslast der Banken in Zeiten ausgetrockneter Märkte zu lindern. Entsprechende Gesetzesvorschläge auf europäischer Ebene werden in der kommenden Woche erwartet. Er machte zugleich deutlich, dass die Hilfsmaßnahmen nicht dazu dienten, die Banken aus der Verantwortung zu entlassen. Es gehe vielmehr darum, nun den gesamtwirtschaftlichen Schaden zu begrenzen. "Banken haben Fehler gemacht, sie tragen deshalb einen Teil der Verantwortung für die Krise."