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Der amerikanerische Ökonom Paul Krugman erhält in diesem Jahr den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Dies gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm bekannt. Der Forscher erhalte den Preis für seine "Analyse von Handelstrukturen und Standorten wirtschaftlicher Aktivität", teilte das Nobelpreis-Komitee mit. Der 55-Jährige habe neue Theorien zu den Auswirkungen von Freihandel und Globalisierung formuliert. Es ist bereits das neunte Mal in Folge, dass der Preis in die USA geht.
[Bildunterschrift: Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften: Der US-Amerikaner Paul Krugman ]
Krugman ist Professor an der Universität Princeton und ein ständiger Kolumnist der "New York Times", in der er die Wirtschaftspolitik der Bush-Regierung immer wieder angriff. Anfang der Achtzigerjahre hatte er US-Präsident Ronald Reagan beraten, zehn Jahre später gehörte er zum Team des damaligen Präsidentschaftskandidaten Bill Clinton.
Krugman gilt als Begründer der sogenannten Neuen Ökonomischen Geographie, die die Gründe dafür untersucht, warum es in einigen Regionen zu starken wirtschaftlichen Aktivitäten kommt, während sie in anderen Gebieten immer weiter abnehmen. Damit zusammenhängend untersuchte der 55-Jährige die wirtschaftlichen Bedingungen und Folgen der weltweiten Verstädterung.
Den Abschluss der Verkündung der Nobelpreise bildet stets die Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaften. Diese Ehrung gehört nicht zu den klassischen Nobelpreisen. Der Preis war 1968 von der Schwedischen Reichsbank gestiftet worden und wird seit 1969 verliehen. Die Nobelpreise sind umgerechnet mit rund 1,1 Millionen Euro dotiert. Die Auszeichnungen werden traditionsgemäß am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel, durch den König Schwedens in Stockholm überreicht.